Live’s great Mate!

Byron Bay – Let’s get the party started

Vom idyllischen Surfer-Dorf Yamba ging es weiter die Küste entlang in Richtung Brisbane. Nächstes Ziel: Byron Bay. Unter Backpackern eines der beliebtesten Ziele an der Ostküste. Ebenfalls mit gutem Surf und schönen Stränden. Der Leuchtturm am östlichsten Punkt des australischen Festlandes liegt traumhaft vor der Ozean-Felsen-Strand-Kulisse. Vor allem hat Byron aber eine gute Partyszene zu bieten.

Im Hostel eingecheckt, legte ich mich über den Mittag zunächst an den Pool und genoss die Sonne. Die Ruhe vor dem Sturm? Gegen Abend wurde es schon etwas lebhafter in den Aufenthaltsräumen und auf der Terrasse vor der Küche. Ich gesellte mich zu einer bunt gemischten Gruppe und hatte prompt mein erstes Bier in der Hand. Später kamen auch Nikki und Hayley aus Brisbane dazu, mit denen ich mich super verstanden habe. Mit den beiden und ein paar anderen Leuten aus dem Hostel zogen wir weiter in einen kleinen Club in Fußnähe (in Byron ist alles relativ nah beieinander). Nach 2 Wochen meine erste wirkliche Partynacht in Australien. Dementsprechend hatten wir auch eine Menge Spaß, bis die angehenden Lichter im Club die Nacht jäh beendeten.

Da ich natürlich wieder meine obligatorischen 2 Nächte blieb, war der nächste Tag meine letzte Chance den Strand und den Leuchtturm anzuschauen. Ich legte mich über die Mittagsstunden an den Strand und spazierte anschließend, mit meiner neu gewonnenen Energie, zum östlichsten Punkt auf dem australischen Festland.

Gold Coast – Surfers Paradise

Montag Morgen, eine kurze Busfahrt und ich landete an der Gold Coast. Genauer gesagt in Surfers Paradise. Ich wurde im Voraus gewarnt, Surfers sei der Ballermann für australische Backpacker. Ganz so schlimm war es dann nicht, auch wenn der ganze Ort/Stadt auf Tourismus und Party ausgelegt ist. Hier sieht man an jeder Ecke große Hotelkomplexe und jede Menge Bars und Clubs.

Mein Hostel war mit einem „Tennis“-/ Volleyball-/Basketballcourt ausgestattet, an dem jeden Abend ein Volleyballspiel ausgetragen wurde. Die Gewinnermannschaft wurde mit einem gratis Bier an der Bar belohnt. Ich brauche wohl nicht extra zu erwähnen, dass ich mein Team zum Sieg geführt habe. 😉 Mein 6er Dorm teilte ich mir mit Lars und Tim aus Holland, mit denen ich mich gleich anfreundete. Ich scheine mich mit unseren holländischen Freunden einfach gut zu verstehen. 😉

Party in Surfers

Unglaublich aber wahr, ich blieb dieses Mal keine 2 sondern 3 Nächte (in Worten DREI) im „Surferparadies“. Am Montag, meiner ersten Nacht am „australischen Ballermann“, bot das Hostel einen Shuttle Service zu einem Club im Zentrum an. Den nahmen „Lars Vegas“, Tommy und ich auch gerne in Anspruch. Mein Winterschlaf war endgültig vorbei, es war wieder Partytime. Was sonst soll man hier auch anderes machen? Am zweiten Tag war dann aber doch wieder Wunden lecken angesagt. Ich bin schließlich auch keine 19 mehr… Meinen kurzen Abstecher an den Strand musste ich schnell wieder abbrechen. Es war einfach so dermaßen windig, dass man nach wenigen Sekunden mit Sand bedeckt wurde. Als Alternative musste der Hotelpool herhalten. Auch nicht so schlecht…

Mittwoch Abend stand dann der Pub Crawl an. Ein würdiger Abschluss in Surfers. Insgesamt 6 Hostels zogen los, um 4 verschiedene Bars und Clubs aufzusuchen. Mit Lars Vegas und Tommy trank ich ein wenig leckeren Wein auf unserem Zimmer (der gute Tropfen aus dem Tetrapack), bevor Surfers unsicher gemacht wurde. Am Ende landeten wir wieder im selben Club wie 2 Tage zuvor. Ein kurzer Abstecher bei dem Amerikaner meines Vertrauens und wir machten uns in den frühen Morgenstunden auf den Heimweg.

Letzter Stopp an der Ostküste – „Brisvegas“

Die letzten 2 Nächte an der Ostküste verbrachte ich in Brisbane oder Brisvegas, wie es auch verächtlich genannt wird. Nikki, mit der ich in Byron Bay unterwegs war, bot mir freundlicherweise Unterschlupf an. Wir trafen uns mit Hayley, um auf den Foodmarkt zu gehen. Dort konnte man von transilvanisch bis griechisch so gut wie alles bekommen. Ein wahrer Gaumenschmaus. Anschließend genehmigten wir uns noch einen Drink, bevor wir relativ früh wieder die Heimreise antraten. Schließlich musste ich am nächsten Morgen meinen Flug nach Melbourne erwischen.

Welcome to Melbourne 

Die letzte Woche „Down Under“ war in Melbourne eingeplant. Die zweitgrößte Stadt in Australien, südöstlich von Sydney gelegen. Ich kam bei meinem Freund Jake unter. Wir hatten uns über ein halbes Jahr zuvor im Spielerparadies Las Vegas kennengelernt. Jake ist ebenfalls sportbegeistert und arbeitet als Sportjournalist. Auch deshalb haben wir uns von Anfang an super verstanden. An dieser Stelle nochmal tausend Dank an Jake und seine Mitbewohner, die mich so lange ausgehalten und meine Zeit in Melbourne so unvergesslich gemacht haben!

Sporthauptstadt der Welt

Um eins vorweg zu nehmen, Melbourne ist die coolste Stadt Australiens (zumindest von dem Teil, den ich gesehen habe). Eine multikulturelle Metropole, mit einer Menge Vielfalt, die ich so bisher in Australien nicht gesehen habe. Zum einen das Stadtzentrum mit seinen riesigen Bauwerken, zum anderen die vielen Vororte wie St Kilda oder Richmond, in denen immer etwas los ist. Natürlich sticht Melbourne vor allem durch seine Sportbegeisterung heraus. Zum 4. Mal wurde Melbs gerade zur Welthauptstadt des Sports gekürt. Nicht ohne Grund: hier ein Fußballstadion, da ein Australian Rules Football Stadion (eine Art Fußball-Rugby-Mix), der Cricket Ground MCG, mit einem Fassungsvermögen von über 100.000 Zuschauern, steht neben der Margaret Court Arena und den anderen Tennisstadien des Australien Open Geländes. Allein das beeindruckt schon sehr. Die Begeisterung der Melbourne ist das Sahnehäubchen auf der Kirsche. Klare Nummer 1 ist Aussie-Rules-Football oder kurz Footy, das eigentlich nur in Australien gespielt und von Melbournes Bewohnern abgöttisch geliebt wird. Aber dann ist da auch noch Rugby League, Rugby Union, „Soccer“, Tennis und vieles mehr. Wie gesagt: sportverrückt die Aussies… 😉

Das Wochenende – Footy und Pubkultur in Richmond

Nach 7,5 Monaten traf ich Jake nun in seiner Heimatstadt wieder. Wie die Zeit vergeht… Auf der riesigen Couch in seiner WG konnte ich es mir die Woche über gemütlich machen. An meinem 1. Abend in der Stadt, wollte mir Jake sein Viertel Richmond zeigen. Zusammen mit seiner Freundin Irene (aus Holland) zogen wir von Pub zu Pub und genossen Richmond bei Nacht. Ich begann bereits Melbourne ins Herz zu schließen…

Come on Kangaroos

Erst recht als wir uns am nächsten Tag zum Footy aufmachten. Jake ist glühender North Melbourne Kangaroo Fan. Also zogen wir los ins Etihad Stadion um die Blau-Weißen zum Sieg zu schreien. Zuvor trafen wir ein paar Freunde im nahegelegenen Pub und stärkten uns mit Schnitzel „Parma“, dem „traditionellen“ Melbourner Gericht.

Footy mag zunächst etwas wild und sehr komisch erscheinen. Hat man die Regeln einigermaßen verstanden, ist es jedoch ein faszinierender Sport, der reichlich Action bietet. Ein Spiel hat gereicht, um mich vom Kangeroo-Fieber zu infizieren. Und das Beste: nach über einem Jahrzehnt grüßt „North“ endlich wieder von der Tabellenspitze. Das musste natürlich nach dem Spiel gefeiert werden und so gingen Jake und ich in eine Bar, um mit anderen Kangaroo-Supportern feucht-fröhlich das Vereinslied anzustimmen.

Entspannte Woche in Melbs

Unter der Woche musste Jake arbeiten. Ich wollte ein wenig mehr in das Melbourne-Feeling eintauchen. War am Montag noch Erholung vom Wochenende angesagt, nahm ich am Dienstag an einer kostenlosen Walking-Tour durch die Innenstadt teil. Diese Touren werden in vielen Großstädten angeboten und sind ein toller und vor allem günstiger Weg, um sich in der neuen Umgebung zu orientieren und einiges über die Geschichte des jeweiligen Ortes zu erfahren.

Der Mittwoch stand im Zeichen von St Kilda, nachdem mich die gemütliche Couch in Jakes Wohnung doch etwas länger vom Aufstehen abgehalten hat als geplant. St Hilda liegt am Strand und ist das Hauptanlaufziel für Backpacker. Entsprechend wimmelt es hier von Hotels. Ich traf zufällig auf Flo aus Frankfurt. Mit seiner Südostasien-Erfahrung konnte er mir wertvolle Tipps für meine nächsten Reiseziele geben. Und dann ging auch schon die Sonne unter. Was für ein herrlicher Sonnenuntergang:

Und auch der nächste Tag begann sehr entspannt. Ich widmete mich einigen administrativen Tätigkeiten. Der Visumantrag für Vietnam blieb aber leider erfolglos. Immerhin konnte ich meinen Flug von Singapur nach Siem Reap in Kambodscha buchen. Am Abend traf ich mich mit Tal und Dani zum Pizza essen. Ich hatte die beiden vor ca. 6 Monaten in Guatemala kennengelernt.

Die Abschiedsparty

Freitag, mein letzter Abend brach an. Das musste natürlich gefeiert werden. Zunächst schaute ich mir mit Jake und seinem Kumpel Andrew Fußball, Rugby und Footy im Casino in der Innenstadt an. Später stieß ich mit Jake, Tal und Dani, die später dazugestoßen waren, auf meine Zeit in Oz an. Da Jake am nächsten Tag arbeiten musste, hieß es mich noch am Abend Abschied nehmen. Mit Tal und Dani zog ich noch weiter in einen Club in der City.

Heimweg mit Hindernissen

Mitten in der Nacht nahm ich den Zug zurück zur Richmond Station. Dachte ich zumindest. Leider hatte ich die Haltestelle verpasst und war zu weit gefahren. Am nächsten Bahnsteig musste ich eine Ewigkeit warten, um den Zug zurück zu nehmen. Endlich war ich an der richtigen Haltestelle. Das Problem: es waren immer noch etwa 3km bis zu Jakes Wohnung. Wie von Zauberhand erschien ein Fahrrad, das mir freundlich entgegen funkelte. Darauf stand förmlich geschrieben: „komm steig auf, ich bring dich sicher nach Haus'“. Ich konnte nicht widerstehen und nahm das (unabgeschlossene) Fahrrad und radelte durch die Nacht in die Bank Street, wo das gemütliche Sofa schon auf mich wartete. Leider konnte ich nur ein paar Stunden darauf genießen. Ich wollte gegen 9:30 am Flughafen sein, um genügend Zeit zum einchecken zu haben und ohne Stress um 12:20Uhr gen Singapur zu fliegen. Leider hörte ich keinen meiner 4 gestellten Wecker auf dem Handy. Um 9:40Uhr kam Sam, Jakes Mitbewohner, in mein Zimmer (man musste durch mein Zimmer um ins Bad zu gelangen). Völlig perplex fragte er mich, ob ich nicht aufstehen müsse um meinen Flug zu erwischen. Böses ahnend fragte ich ihn panisch wie spät es sei. Seine Antwort ließ mein Herz für einen Moment aussetzen. Verschlafen! Viel zu spät dran! Die Fahrt zum Bahnhof mit Bahn und Bus dauert über eine Stunde.  Zu allem Überfluss, hatte ich meinen Rucksack auch noch nicht gepackt.

Ein dickes fettes Dankeschön Sam! Er fuhr mich nämlich mit dem Auto zum Flughafen, was mir eine gute halbe Stunde einsparte. Und so ging am Ende doch alles gut. Ich saß im Flieger nach Singapur. Welcome to Asia! Der letzte Teil meines Abenteuers kann beginnen!!!

One thought on “Live’s great Mate!

  1. Hört sich nach ner richtig tollen Zeit in meinem Heimatland an! Schön, dass wir uns gesehen haben! Wünsche dir viel viel viel Spaß in Asien, das wird einfach unglaublich!!!
    Liebe Grüße,
    Maggie

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