No Thunder in Down Under

2 Tage in der Luft

Was für eine Reise. Los ging es Mittwoch Abend um 18:10Uhr von Kapstadt in Richtung Dubai. Am Donnerstag Morgen, 9 Stunden später, setzte mich eine Emirates-Boing in der Scheich-Stadt. Die erste kleine Zeitverschiebung von 2 Stunden hatte ich damit hinter mir. Am Flughafen löste ich meinen Essenvoucher in einem Cafe ein und entspannte ein wenig in den Liegestühlen am Gate. Schließlich hatte ich alle Zeit der Welt. Mein nächster Flieger sollte erst über 4 Stunden später starten. Dieses Mal mit einer noch größeren Emirates-Maschine. Doppelstöckig. Die Treppen, die zum First-Class-Stockwerk hinaufführten, sahen aus wie die Miniaturausgabe einer Hollywood-Villa. Mein Weg führte schnurstracks daran vorbei in die „Holzklasse“. Wobei man bei Emirates nun wirklich nicht von Holzklasse sprechen darf. Hier ein Snack, da ein Drink, ein feuchtes Handtuch vielleicht? Der Service an Board war klasse. Ich lehnte mich also zurück und verbrachte die nächsten 13 Stunden erneut mit schlafen, Filme schauen, essen und trinken.

Landung in Down Under

Freitag Morgen 7Uhr Ortszeit war ich am Ziel. Sydney International Airport. Ich nahm die Bahn in die Stadt und suchte mein Hostel. Einen ersten Eindruck zur Preislage bekam ich beim Ticketkauf für den Zug in die Stadt. Stolze 18AUS$, das sind ca. 12€ für eine einfache Fahrt. Ganz schön happig. Dieser Trend sollte sich dann auch fortsetzen…

Das Osterwochenende in Sydney

Was gibt es über die Metropole im Südosten Australiens zu berichten? Ich kam in einem kleinen Hostel in der Nähe von Kings Cross unter. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, die „verschriene Partymeile“ von Sydney. Dem bin ich allerdings ganz gut aus dem Weg gegangen. Müde und kaputt vom vielen fliegen und der Zeitverschiebung, war nicht viel mit mir anzufangen. Natürlich habe ich die üblichen Touri-Hotspots abgeklappert: bin über die Harbour Bridge gelaufen und habe das Opernhaus fotografiert. Als erstes wollte ich mir aber das Ganze von oben anschauen und so ging es rauf auf den Sydney Tower. Ehrlich gesagt, das wars schon. Viel mehr gibt es in Sydney nicht wirklich zu tun, wenn man mal die Strände ausklammert. Natürlich ist der Bondi Beach eine Reise wert. Aber da ich nach Manly weiterziehen sollte, konnte ich darauf verzichten. Ok, ich bin ein wenig durch den botanischen Garten geschlendert und habe mir ein bisschen australische Kunst angeschaut. Das war es dann aber wirklich…

Müde und unsozial…

Irgendwie hatte mich eine gewisse Müdigkeit und Lethargie erfasst. Ich hatte keine große Lust Kontakte zu knüpfen oder auszugehen. Froh ein wenig Zeit für mich allein zu haben, bin ich dem Treiben so gut wie möglich aus dem Weg gegangen. Da war die Netflix-Box im Hostel ziemlich hilfreich. 😉

Meine mangelnde Begeisterung für Sydney lag mit Sicherheit an meiner „Frühjahrsmüdigkeit“ und auch an meiner Zeit in Südafrika. Im Laufe meiner Reise habe ich das immer wieder gespürt, dass nach einer gewissen Zeit und gerade nach vielen intensiven Eindrücken, oftmals ein kleiner „Knick“ kommt, also Tage in denen man alles verarbeiten muss und Zeit für sich braucht.

Ab nach Manly

Nachdem ich für eine Nacht nochmal das Hostel gewechselt habe (in die Nähe der Central Station), nahm ich am Dienstag die Fähre nach Manly. Ein wirklich traumhafter Ort im Norden Sydneys, in den ich mich schnell verliebte. Das lag natürlich auch daran, dass ich dort herzlich aufgenommen wurde. Ich kam bei Magdalena unter (wir kommen beide aus dem selben Örtchen in Deutschland). Sie lebt mit ihrem australischen Freund Danny und der bezaubernden Matilda hier. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön für die schöne Zeit!!! Die kleine Matti vermisse ich besonders…

Entspannte Tage in Manly

In den 4 Nächte bei meinen australisch-deutschen Freunden konnte ich noch einmal so richtig die Seele baumeln lassen. Ich schnappte mir Dannys Fahrrad und fuhr die tollen Strände ab, zum Aussichtspunkt North Head, mit unglaublichem Panoramablick auf Sydney oder spazierte an der Küste entlang.

Mit Danny und ein paar Freunden schaute ich ein Rugby League Match. Im Gegensatz zum „normalen“ Rugby hat man hier nur 6 Versuche um in die Endzone zu kommen. Insgesamt ist es etwas schneller als das konventionelle Spiel. Leider musste Manly gegen die South Sydney Rabbitohs eine Niederlage einstecken. Mir wars ehrlich gesagt egal. Ich genoss einfach das Spiel und ein paar kühle australische Blonde. Der Eigentümer von der Rabbithos ist übrigens kein geringerer als Russel Crowe.

Auch wenn es mir schwerfiel (ja Tobi du hattest Recht) musste ich irgendwann weiterziehen. Schließlich sind für Australien nur ca. 4 Wochen eingeplant. Die horrenden Preise killen einfach mein Budget (ja, auch da hattest du wieder Recht Tobi 😉 ). Ich kaufte mir ein Greyhound Busticket, mit dem ich nach Brisbane komme, auf dem Weg dorthin aber beliebig oft stoppen kann. Von Brisbane fliege ich dann am 16. April weiter nach Melbourne, um dort noch eine Woche zu verbringen und ein wenig mein Südostasien-Trip zu planen.

Erster Halt Newcastle

Von Sydney aus fuhr ich nach Newcastle, der zweitältesten Stadt in Australien. Ich blieb 2 Nächte (meine übliche Aufenthaltsdauer für die nächste Zeit). Das Bild veränderte sich wenig. Schlafen, essen, ausruhen, lesen und ein wenig die Gegend erkunden. Alles immer noch sehr zurückgezogen und sehr sehr entspannt.

Coffs Harbour

Von Newcastle greyhoundete ich weiter nach Coffs Harbour. Mein Bus fuhr erst kurz vor Mitternacht los und kam um 3:30 morgens an. Um eine Nacht im Hostel zu sparen, wartete ich bis halb 6 an der Bushaltestelle, bevor mich das Hostel Shuttle abholte. Im neuen Heim konnte ich natürlich noch nicht einchecken. Zum Glück gab es aber eine recht gemütliche Couch, auf der ich ein wenig weiterschlafen konnte. In Coffs Harbour blieb ich, wie soll es anders sein, 2 Nächte. Strand, spazieren gehen, lesen und mein bester Freund die Hängematte. So kann man meine Zeit dort recht gut zusammenfassen.

Ein Highlight war sicherlich der Besuch des Blackbutt Nature Reserve. Endlich konnte ich Australiens bekannteste Tiere aus der Nähre betrachten. Aber seht selbst:

Place to be – Yamba

So langsam ging es aber wieder bergauf mit mir. In Yamba, einem Minidörfchen, das zum lebenswertesten Ort in Australien gewählt wurde, war schon wieder etwas mehr Aktivität angesagt. Ich nahm an Shean’s legendärer Tour teil. Wie genau diese aussieht, soll aber ein Geheimnis bleiben. Deswegen darf ich hier auch nicht viel verraten. Ich kann aber sagen, das man im Rahmen der Tour am Haus vom Billabong Eigentümer vorbeifährt, der direkt neben Nat Young wohnt, einem der besten Surfer auf unserem Planeten.

Ach ja, dreimal dürft ihr raten wie lange ich blieb? Ja genau, 2 Nächte. 😉

Das wars fürs erste von Australien. Im nächsten Blogbeitrag – Von Byron Bay über Surfers Paradise nach Brisbane – wird es wieder lebhafter, versprochen…

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