The Wild Coast – Another Day in Coffee Bay

Durban on the beach

Von Joburg ging es also weiter nach Durban, der indisch geprägten südafrikanischen Metropole. Zum ersten Mal konnte ich mein Hop-on Hop-off Busticket von Baz Bus benutzen. Eine tolle Sache, einfach anrufen bzw. eine eMail schreiben und man wird von einem Hostel abgeholt und in das nächste kutschiert. Der Bus ist ebenfalls eine gute Möglichkeit Gleichgesinnte kennenzulernen. Oftmals trifft man die selben Backpacker wieder.

Durban selbst, mit knapp 600.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes, direkt am Indischen Ozean gelegen, reizte mich aber nur bedingt. Ich entschloss mich ein wenig außerhalb einzunisten, ins Durban Backpackers on the beach Hostel. In einer ziemlich wohlhabenden Umgebung musste ich nur über die Straße laufen, schon war ich am Strand. Wem dieser quälend lange Weg zu weit ist (es war elend heiss), kann sich auch im kleinen Pool direkt in der Behausung abkühlen.

Aus den geplanten 2 Nächten wurden am Ende 3. Einfach deshalb, weil der Baz Bus nur 4mal die Woche fährt und so an meinem geplanten Abreisetag nicht zur Verfügung stand. Aber was solls, es gibt schließlich schlimmeres als einen weiteren Tag am Meer zu verbringen. Und so hatte ich auch noch die Zeit für einen dringend notwendigen Friseurbesuch. Das ich dabei den wohl teuersten der Stadt gewählt habe, stand eigentlich nicht auf dem Plan. Ein bisschen Luxus tut dann und wann aber auch mal gut. 😉

Port Shepstone

Wie gesagt, einen Tag später als gedacht zog ich weiter und quartierte mich im nächsten Hostel in direkter Strandlage ein. Umtentweni bzw. Post Shepstone war das Ziel. Das Hostel war super gemütlich, mit eigenem Zugang zum Strand und einer sehr relaxten Atmosphäre. Darüber war ich auch ganz froh. So konnte ich ein wenig die Seele baumeln lassen und die Sonnenuntergänge am Strand genießen.

Zum Glück hatten sie auch einen Fernseher parat. Bewaffnet mit kühlem Gerstenwasser stand dem ausgiebigen Fußballwachende nichts mehr im Wege… 😉

Coffee Bay

2 Nächte später hielt wieder der Baz Bus vor meiner Hostel-Tür. Nach der äußerst entspannten Zeit am Strand in Durban und Port Shepstone sollte es wieder mehr Action geben. Also ab nach Coffee Bay. Ein unter südafrikanischen Backpackern geliebter Ort an der Wild Coast. Natürlich traf ich auch wieder bekannte Gesichter im Bus. Wir hatten alle das gleiche Ziel: Hostel Hoffe Shack! Idyllisch, zwischen 2 Hügeln, direkt am Meer gelegen, eine Oase für jeden Reisenden.

Insgesamt blieb ich 3 Nächte. Auch hier das gleiche Bild wie überall zuvor: ohne zu übertreiben waren 70% des Hostels Deutsch. Mit so vielen Landsmännern und -frauen hatte ich nicht gerechnet.

Das Hostel hielt was es versprach. Eine atemberaubende Umgebung, tolle Landschaften, die eher an eine Mischung aus den Alpen und den britischen Steilküsten erinnern, Sonne, Strand und Meer. Ich traf auf einige tolle Menschen, mit denen ich mich super verstand. Zusammen hatten wir eine tolle Zeit, in der ich natürlich auch sehr auf meine Gesundheit geachtet habe. Mit eiserner Disziplin nahm ich zusammen mit Alex aus München meine tägliche Dosis Gin Tonic ein. Tonic bewahrt ja bekanntlich vor Malaria und da Tonic Water allein langweilig ist und auch nicht wirklich nach richtiger Medizin schmeckt, ist der Gin zwingend notwendig. 😉

Ankunft im Coffee Sack

Da der Baz Bus nur in Mthata stoppt, in der Nähe von Nelson Mandelas letzter Ruhestätte, mussten wir von dort aus noch einmal umsteigen. Das Coffee Shack Hostel bietet aber praktischerweise einen Shuttle Service an. Nachdem wir gegen Nachmittag eingecheckt und unsere Hütten bezogen haben, konnten wir noch den Sonnenuntergang auf dem angrenzenden Berg bestaunen, bevor es nach dem Abendessen schon Zeit war die tägliche Gin-Tonic-Medizin zu uns zu nehmen.

Beachday

Tag 2 wurde am Strand verbracht. Ein bisschen Faulenzen in der Sonne, ein bisschen im Meer planschen und die Wellen ausnutzen. Nach einer kurzen Lunchtime bauten wir ein Volleyballnetz auf, um ein wenig zu „beachen“. Aber bloß nicht zu viel Sport. Das kraftraubende Volleyballmatch war genug, in Anbetracht der gleißenden Sonne (und meinem gegenwertigen Fitnesszustand). Der Rest vom Nachmittag verbrachte ich auf meinem Handtuch an einem schattigen Plätzchen.

In der hoteleigenen Bar gab es jeden Abend ein Billardturnier, das sogenannte „Killer-Pool“, bei dem jeder gegen jeden spielt. Das Prinzip ist ganz einfach: locht man eine Kugel (egal welche) behält man sein Leben, schafft man es nicht verliert man eins. Nach 2 Fehlversuchen ist man ausgeschieden und der letztverbliebene Spieler gewinnt. Der Sieger durfte Tags darauf kostenlos an der Tour teilnehmen, die das Hostel anbietet. Erschwert wird das Ganze durch die „Buffalo-Regel“ innerhalb der Bar. Es ist nur erlaubt mit der linken Hand zu trinken. Setzt man mit der Rechten an, muss man sein Getränk in einem Zug leeren.

Da ich am 1. Abend sang und klanglos ausgeschieden bin, konnte ich das, als prädestinierter Kneipensportler, nicht auf mir sitzen lassen. Gesagt getan: dieses Mal hielt ich bis zum Ende durch und gewann „Killer-Pool“.

Wanderung zum „Hole in the Wall“

So durfte ich also gratis die Wanderung zum „Hole in the Wall“ mitmachen. Oder besser gesagt, von DEM Naturschauspiel in Coffee Bay zurück zum Hostel. Wir wurden mit dem Bus zu dem Felsen gebracht, der in der Mitte ein Loch hat, durch das die Wellen vom Indischen Ozean brechen. Von dort aus ging es entlang der Küste, bergauf bergab, zurück. Über 4 Stunden! Wirklich sehr sehr anstrengend!!! Aber schaut euch das Teil selbst an:

Abschied nehmen

Wie immer hieß es auch diesmal Abschied nehmen von lieb gewonnen Menschen und den anderen eine gute Weiterreise zu wünschen. Miranda, Alex und Uwe (ja wirklich Uwe, wie mein Vater :D) hatten ein Auto gemietet und fuhren zurück nach Kapstadt. Für mich ging es zusammen mit Katharina aus Göttingen nach Port Elizabeth. Katharina blieb allerdings nur eine Nacht, um am nächsten Morgen direkt weiter nach Jeffreys Bay zu fahren. Ich wollte noch ein wenig länger bleiben. Schließlich habe ich noch genug Zeit um vor dem 23.3. nach Kapstadt zu kommen, um von dort in meinen Flieger nach Sydney zu steigen. Und außerdem gibt es in P.E. ja auch noch ein Casino…

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