Verregnete Tage an der Karibikküste

Merida

Schwimmen in den Cenotes

Nach dem Dschungel Abenteuer hieß die nächste Station Merida. Eine sehr religiöse Stadt mit einer langen Tradition. Ich bin dort zwei Nächte untergekommen und habe mir dabei auch die Cenoten in der Umgebung angeschaut. Cenoten sind eine Art Kalkstinlöcher, die durch den Einsturz der Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt sind. Auf jeden Fall waren sie ziemlich beeindruckend. Ich habe drei verschiedene Cenoten besucht, insgesamt gibt es aber unzählige in der Umgebung Merida und auch in anderen Teilen Mexikos.

Mit meinem persönlichen Guide ging die Reise los. Zuerst mit einem Kleinbus und dann weiter per „Motorcycle“, einem umgebauten Roller mit drei Rädern, der vorne Sitze für die Gäste hat. An der ersten Cenote angekommen, wurde erstmal die Badehose ausgepackt und rein ging es in das glasklare kühle Nass. In der ersten Cenote konnte man sich dann auch stilecht mit einem Seil in das Wasser fallen lassen. Wie ein mexikanischer Tarzan.

Cenote diving

Mein Favorit war die letzte Cenote. Etwas kleiner, dafür aber naturbelassen, also ohne Eisentreppe und sonstiges. Vor ein paar Jahren ist dort bei einem Sturm ein Baumstamm umgekippt und liegt jetzt quer über dem Eingang. Optimal um sich aus etwa 5-6 Metern in die Tiefe zu stürzen. cenote jump

Cenote

Tote Hose in Merida

Abends waren die Straßen in Merida leider wie leergefegt. Zusammen mit Ohad und zwei Norwegern aus meinem Hostel wollten wir ein wenig das Nachtleben erkunden. 30 Minuten später mussten wir allerdings ein wenig bedröppelt die Heimreise antreten. Es war einfach 0,0 los in der Stadt. In den wenigen offenen Bars war schlicht und einfach niemand.

Cancun

Aber es ging ja am nächsten Tag übers Wochenende nach Cancun. Die Party sollte dort nachgeholt werden, so zumindest meine Hoffnung.

Mayastätte Chichen Itza

Zuvor war aber erstmal noch eine Tour in die Maya Kriegerstadt Chichen Itza angesagt. Ich muss sagen die bisher interessanteste Maya Stätte. Einfach unglaublich wie präzise die Pyramiden und Tempel erbaut wurden und auf welche Details die Mayas geachtet haben. Die Hauptpyramide enthält im Inneren noch eine kleinere mit einem Zwischenraum.  Eine Hälfte der Pyramide ist restauriert, die andere wurde so gelassen wie man sie gefunden hat. Zweimal im Jahr, an den Tagen an denen die Sonne exakt 12 Stunden scheint, bildet sich ein Schatten an der Pyramide ab, der sich als ein Schlangenkörper die Pyramide herunterschlänget und genau im Schlangenkopf am Treppensockel endet.

Chicen Itza hat dazu auch das größte Stadion der Maya Zeit zu bieten. Hier wurde ein tödliches Spiel gespielt, mit dem Ziel den Ball durch eine Art Ring zu bringen, der in etwa 7 Meter Höhe in der Mitte an beiden Seiten des Spielfeldes angebracht ist. Die Forscher sind sich nur nicht sicher ob das Gewinnerteam oder die Verlierermannschaft nach dem Spiel den Göttern geopfert wurde.

Verregnete Tage in Cancun

Am Freitag Abend bin ich dann endlich in Cancun angekommen. Allerdings war nicht wirklich was geboten. Vielleicht lag es auch am Wetter. Es regnete ununterbrochen wie aus Kübeln. Am Samstag war es dann aber endlich soweit, zusammen mit einer internationalen Hostel Truppe wurde Cancun unsicher gemacht. Zwar immer noch im strömenden Regen, aber man muss ja schließlich das Beste daraus machen.

Cancun- Eine einzige große Hotelanlage

Insgesamt war ich aber etwas enttäuscht von Cancun oder besser gesagt ich habe es mir schon gedacht, dass die ganze Stadt ziemlich künstlich ist. Ein Hotel reiht sich an das nächste und alles ist voll von Touristen. Auch der Strand war nicht ganz so schön wie erhofft. Das lag vor allem an dem ganzen Seetang, der leider zu dieser Jahreszeit hier zu finden ist.

Playa del Carmen

Gringoparadies am Strand

Nach zwei Nächten in Cancun bin ich dann in das ca 40km entfernte Playa del Carmen weitergezogen. Hier ist es fast noch touristischer als in Cancun, auch wenn es nur ein sehr kleines Städtchen direkt am Strand ist. Alles dreht sich um die 5th Avenue, wo sich Restaurant an Bar und Nachtclub reiht. Nach der einstündigen Busfahrt und einem authentischem mexikanischen Mittagessen (Burger King) traf ich zufällig Nathan und Charlie aus New Orleans auf der Straße. Die beiden waren mit mir im selben Hostel in Puerto Escondido. Wie klein doch die Welt ist. Wir sind also ein bisschen die 5th Avenue auf und ab flaniert und sind dann Abends in ein paar Bars gegangen. Heute ist wieder den ganzen Tag Regen angesagt, was für mich bedeutet, etwas Entspannen und faul rumliegen im Hostel bevor es morgen weiter geht nach Tulum.

rainy days in Playa del Carmen
verregnete Tage in Playa del Carmen

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