Welcome To The Jungle

Wasserfälle und Maya-Stadt

Einen Tag später als geplant und zur unchristlichen Zeit am frühen Morgen um 4 Uhr war es endlich soweit, meine Tour nach Palenque ging endlich los. Zusammen mit einer Horde mexikanischer Rentner und einem dänischen Pärchen machten wir uns auf den Weg in den Dschungel. Ein erster Zwischenstopp wurde bei den Agua Azul Wasserfällen gemacht, in Rio Xumul-Ha, was soviel heisst wie „Fluss des blauen Wassers“.

Ein paar Schnappschüsse von den Wasserfällen und ein kleiner Spaziergang entlang des Flusses später, saßen wir wieder im Van auf dem Weg zum nächsten Wasserfall. Diesmal ging es zum Misol-Ha. Das „fließende Wasser“ war sehr beeindruckend, der Wasserfall etwa 30 Meter hoch. Todesmutig hab ich mich dann auch in das Wasser gestürzt. 😉

Misol Ha

Schließlich war es dann soweit und wir erreichten Palenque, bzw. die Maya Ruinen ganz in der Nähe. Die Maya-Stadt in Mitten des mexikanischen Dschungels war eine der bedeutenden Städte zur Zeit der Mayas. Bei schier unerträglicher tropischer Hitze kletterte ich die Pyramiden und Tempel auf und ab. Ein Schweißausbruch folgte dem anderen. Nach gut zwei Stunden bei den Pyramiden war die Tour vorbei. Für mich war dann Hostelsuche angesagt. Ich hatte noch nichts im Voraus gebucht, da ich nicht unbedingt in der Innenstadt von Palenque nächtigen wollte. Den Auskünften anderer Reisender nach, gibt es hier nicht wirklich was zu sehen und zu tun.

El Panchan – Leben im Dschungel

Also bat ich den Fahrer meiner Tour mich im Hotel/Hostelkomplex „El Panchan“ rauszulassen, dass gleich neben der Mayastätte liegt. Eine ziemlich surreale Welt. Mitten im Dschungel gelegen ist man weitgehend abgeschottet. Kein Internet, Fernsehen oder sonstiger Luxus aus der zivilisierten Welt. Dafür bekommt man für ca. 5,50€ ein Einzelzimmer oder sagen wir besser eine Hütte mit Doppelbett, einer Steckdose (immerhin Strom) und einem Deckenventilator. Die Hütte ist mit einem Strohdach bedeckt und hat keine Fenster. Lediglich Moskitonetze sind drum herum angebracht. Eine spartanische Einrichtung, aber man bekommt ein einmaliges Erlebnis geboten: Wohnen mitten im Dschungel, Affen klettern in den Bäumen herum, ein kleiner Fluss fließt direkt an meinem „Balkon“ vorbei.

Monkey & meMonkey

Ich bin also eine Nacht im „Jungle Palace“ geblieben. Nach meiner Ankunft und einem Mittagsschläfchen bei beruhigendem Wasserrauschen und Vogelgezwitscher, habe ich dann im anliegenden Restaurant eine Gruppe Australier getroffen, die ich schon aus San Cristobal kannte. Begeistert erzählten sie mir gleich von ihrer Dschungelwanderung (inklusive Pilzen, mit sagen wir mal bewusstseinserweiternderer Wirkung) und empfahlen mir das unbedingt auszuprobieren. Da ich am nächsten Tag den Nachtbus nach Merida erwischen musste, kam das für mich nicht in Frage. Dafür ging es Dienstag Morgen auf eine andere Tour, in eine autonome mexikanische Gemeinschaft, die ebenfalls im Dschungel lebt. Die Wanderung durch das Dschungellabyrinth an den Wasserfällen entlang, war einfach nur unglaublich. Das Highlight war aber das Schwimmen im Wasser vor dieser Kulisse. Wir sind in unterirdische Hölen getaucht, von den Klippen gesprungen und haben Plastikflaschen zu Schlitten umfunktioniert, um damit einen Wasserfall runterzurutschen.

Video: Diving of a cliff

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