Endlich, Winner Winner Chicken Dinner!

Zeit für ein erstes (Party-) Zwischenfazit aus Vegas:

Nach der Poker-Pleite am Donnerstag, war am Freitag Partytime angesagt. Ich bin ja schließlich in Vegas! Tagsüber wurden alle Kräfte gesammelt und ordentlich Sonne am Stratosphere Pool getankt. Abends gab es dann erstmal ein Barbecue im Hostel, inklusive zweier Beerpong-Schlachten, die ich mit Charlotte aus England gegen zwei Jungs aus Israel jeweils für mich entscheiden konnte. Reichlich angeheitert haben wir uns dann auf den Weg zum Strip gemacht. Ziel: Flamingo Hotel&Casino. Im Hotel auf der Sünden-Meile angekommen sind wir dort in eine Bar/Club  gegangen. Mitten im Casino! Das beste daran (das Flamingo gehört jetzt nicht unbedingt zu den Top-Adressen): für 25$ waren die ganze Nacht alle Getränke umsonst. Ein wirklich sehr sehr guter Deal in Vegas.

In den guten Clubs zahlt man so um die 20$ aufwärts für ein Getränk, plus Eintritt (für Männer). Mein Partyfazit für Vegas lautet daher: Sei entweder ein hübsches Mädel oder bring einen Haufen Kohle mit. 😉

Da ich keines der beiden Kriterien erfülle, muss ich irgendwie nach Alternativen suchen. Ich bin schließlich immer noch in Vegas, Baby! Die Party im Flamingo war wirklich top und bezahlbar, auch wenn die Erinnerungen zum Schluss etwas verschwimmen und ich morgens um 6 ein Taxi nehmen musste (10$), weil ich im Bus eingeschlafen war und nicht mehr wusste wo ich überhaupt bin..

Kater-Tag

Der komplette Samstag war dementsprechend sehr verkatert. Wenigstens am Abend konnte ich mich etwas aufraffen und bin mit Johanna und Wiebke aus Stuttgart an den Strip gefahren und haben uns die Wasserfontänenshow vor dem Bellagio angeschaut. Leider sind die Beiden am nächsten Tag abgereist.

Den Sonntag habe ich die meiste Zeit mit Jake verbracht. Er ist aus Australien in die USA gekommen um hier professionell American Football zu spielen. Sportinteressierte sollten mal seinen Blog abchecken, in dem er über seine Spiele schreibt Jakeequid. Der Tag stand ganz im Zeichen des Sports: Football, Tennis und nochmal Football.

Fremont Street – Das alte Las Vegas

Sonntag Abend habe ich mir dann mit Ari, einer Spanierin, die hier im Hostel wohnt und arbeitet, das erste mal die Fremontstreet angeschaut. Wirklich beeindruckend. Mir gefällt es hier sogar besser als auf dem Strip. Alles ist etwas intimer und entspannter. Die Straße ist mit einer Art gebogenen LED-Leinwand überdacht. An jeder Ecke blinkt und funkelt es und alle 100 Meter ist eine Bühne aufgebaut. Sonntag gab’s zum Beispiel eine Elvis-Wiedergeburt. 😉

Pokertime die Zweite

Montag war es dann soweit: der zweite Anlauf am Pokertisch. Diesmal im Golden Nugget auf der Fremont Street. Mein australischer Zimmermitbewohner meinte dort seien die Spieler schlechter als auf dem Strip. Insgesamt ist in den Casinos in Fremont eher ein älteres Publikum anzutreffen.

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Genau wie beim ersten Mal habe ich mir einen 1$/2$ No Limit Hold’em Tisch ausgesucht. Das sind die niedrigsten Blinds die ich in Vegas finden konnte. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich aber mit 200$ eingekauft, einfach um mehr Möglichkeiten zu haben. Die erste Hand lief auch gleich super. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und habe mein geflopten Drilling auf dem Turn aggressiv gespielt. Ergebnis: ca. 75$ Gewinn. Allerdings ging es nicht so gut weiter. Mehr als eine Stunde konnte ich keine einzige Hand gewinnen und musste fast alles schon vor dem Flop wegschmeissen. Ich war schon fast wieder bei meinen ursprünglichen 200$ angekommen und wollte wieder gehen. Dann kamen aber die Ladys (Q-Q) und ich hatte plötzlich mehr als 300$ vor mir liegen. Weitere 1,5 Stunden später und zwei Gewinne um die 100$ (mit einem Drilling 6er und A-Q auf einem A-K-x-J-x Board) hatte ich genug. Mit einem zufriedenen Lächeln und mehr als 300$ Gewinn ging zurück zum Hostel.

Nochmal Fremont

Der Sieg am Pokertisch und damit über Vegas wurde dann gleich mit ein paar Bier begossen. Abends bin ich dann mit einer bunt gemischten Hostel-Truppe (Deutschland, Österreich, Spanien, Chile und Neuseeland waren vertreten) in eine Bar, gleich ums Eck, gegangen. Zusammen mit Timo und Timo aus Stuttgart (ja, die Schwaben sind überall :D) ging’s weiter zur Fremont Street. Ein bisschen Roulette und ein paar Drinks waren noch drin.

Grand Canyon morgen früh

Morgen mach ich zum Abschluss einen Tagesausflug zum Grand Canyon. Wirklich jeder den ich hier getroffen habe meinte, das ist ein absolutes Muss. Vorher versuche ich heute nochmal mein Glück auf dem Strip. Also drückt die Daumen!

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